Eierstockzysten

Eine Eierstock- bzw. Ovarialzyste ist eine mit dünn- oder dickflüssigem Inhalt gefüllte Blase. Solche Zystenbildungen an den Eierstöcken können jede geschlechtsreife Frau betreffen und lassen sich meist im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung diagnostizieren. Am häufigsten zu beobachten sind sie auf Grund von hormonellen Veränderungen (funktionelle Zysten) bei jungen Frauen, kurz nach der Pubertät und bei Frauen vor den Wechseljahren (perimenopausal). In etwa 98% der Fälle handelt es sich um gutartiges Zystengewebe, das sich spontan wieder zurückbildet.

Ovarialzysten findet man auch im Zusammenhang mit Endometriose (sog. Schokoladenzysten) und dem PCO-Syndrom (multiple kleine Zystchen) oder bei jungen Frauen als angeborene Fehlentwicklung von Keimzellen im Eierstock (Dermoidzysten).

Bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr sollte immer - abhängig von der Familienanamnese und der Größe und Struktur der Zyste - auch an eine mögliche bösartige Entwicklung gedacht werden.

In diesem Fall können weiterführende Untersuchungen (Spezialultraschall, Blutabnahme) und ggf. eine Operation notwendig sein.

Eierstockzysten sind oft nur wenige Zentimeter groß und verursachen deshalb keine typischen frühen Beschwerden unabhängig davon, ob sie gut- oder bösartig sind. Werden die Zysten größer, können sie Druck auf die Nachbarorgane ausüben und dadurch Unterbauchschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Stuhlgang und Verstopfung hervorrufen. Ebenso sind manchmal schmerzhafte Regelblutungen, Blutungen vor der Geschlechtsreife oder nach den Wechseljahren, eine Zunahme des Bauchumfangs oder ein Völle- oder Schweregefühl Anzeichen für Eierstockzysten.

Akut einsetzende, starke, kolikartige Schmerzen deuten auf Komplikationen hin, sodass ehestmöglich der Frauenarzt oder das nächste Krankenhaus aufgesucht werden muss.

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