Endometriose

Bei Endometriose handelt es sich um gutartige, meist schmerzhafte Wucherungen von Gewebe der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), das sich außerhalb der Gebärmutter in benachbarten Organen ansiedelt. Dabei sind häufig der untere Bauch- bzw. Beckenraum, die Eierstöcke und Eileiter und die tieferen Wandschichten der Gebärmutter betroffen. Prinzipiell kann das Endometrium an jeder Stelle im Körper auftreten.

Diese versprengten Endometrioseherde wachsen unter hormonellem Einfluss analog zur Gebärmutterschleimhaut. Damit verbunden sind krampfartige Schmerzen sowie oft chronische Bauch- und Rückenschmerzen. Da diese sog. ektopen Herde bei jeder Menstruation mitbluten, das Blut aber meist nicht abfließen kann, kommt es häufig zur Bildung von Ovarialysten, welche der Frauenarzt mittels Ultraschall diagnostiziert. Typisch für Endometriose ist, dass sich die Beschwerden zyklusabhängig verändern. Der Höhepunkt liegt dabei ein bis drei Tage vor dem Einsetzen der Periodenblutung; mit dem Nachlassen der Menstruation nehmen auch die Beschwerden wieder ab.

Die Zahl der an Endometriose erkrankten Frauen ist schwer einzuschätzen. Viele Frauen haben keine Beschwerden, oft wird die Endometriose nur zufällig oder gar nicht entdeckt. Die Erkrankung gilt als eine der wichtigsten Ursachen für weibliche Unfruchtbarkeit/ unerfüllten Kinderwunsch. Unerkannt und entsprechend unbehandelt kann Endometriose bis zum Beginn der Wechseljahre fortschreiten.

Die Therapie erfolgt je nach der im Vordergrund stehenden Problematik (Schmerzen oder Infertilität), Größe und Lokalisation der Endometrioseherde medikamentös (Pille, spezielle Spritzenkur) oder operativ.

Ist eine künstliche Befruchtung (IVF) geplant, so stellt eine histologisch (feingeweblich) verifizierte Endometriose eine Indikation zur finanziellen Unterstützung durch den sog. IVF-Fonds dar.

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